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Arbeit am Mythos - Die Rezeptionsgeschichte des Nibelungenlieds

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Bernhard Martin

Résumé du colloque

Die Rezeptionsgeschichte des Nibelungenlieds ist mit der Stilllegung der Werke zum "deutschen Nationalepos" eng verbunden. Diese Wartung sieht sich wie ein Leitfaden sowohl durch die germanistische Forschung wie auch die ideologisch-populärwissenschaftliche Arbeiten beginnend im 19. Jahrhundert bis zum Zusammenbruch des Dritten Reichs. Auf die Auseinandersetzung mit der Rezeptionsgeschichte des Nibelungenlieds im 19. Jahrhundert wird ein besonderes Augenmerk gelegt, da in dieser Zeit die Grundlagen für die spätere ideologische Vereinnahmung gelegt wurden. Diese Tatsachen möchte ich in meinem Vortrag zum Anlaß nehmen, germanistische Rezeptionsgeschichte als Rezeptionsgeschichte von Mythen zu verstehen. Ich möchte in diesem Zusammenhang den Mythos als literaturhistorischen Begriff neu herausbilden und seine ideologische Funktion im 19. Jahrhundert untersuchen. Der Vortrag wird sich mit der Agitation rund um das Lied vom Status einer "übermütigen, nationalen und heldischen Machtausübung" beschäftigen. Die Rezeptionsgeschichte des Nibelungenlieds ist somit ein Beispiel für die Wirkungsmacht, die ein vermeintlicher "Mythos" erhalten oder abgeben kann, wenn sich die gesellschaftlichen Bedingungen ändern.

Contexte

news icon Thème du colloque :
Études germaniques
host icon Hôte : Université du Québec à Montréal

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Titre du colloque :

Études germaniques

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