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Das Erzählen. Peter Handkes literarische Herausforderung

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Caroline Markolin

Résumé du colloque

Peter Handkes Literatur ist das Zeugnis einer konsequenten Auseinandersetzung mit dem Erzählen. Der Abbau nahezu aller traditionellen epischen Elemente steht im Zentrum des ersten Romans "Die Hornissen"(1966). Im Demonstrieren des Entstehens von erzähler Wirklichkeit wird "das Erzählen" auf artifizielle Weise vermittelt. Trotz der Rückkehr zum Erzählen" in "Wunschloses Unglück"(1972) bleibt die Thematisierung der Erzählproblematik Handkes wichtigstes Anliegen. Kritisch wird in diesem Roman "das Erzählen" der Biographie über die Mutter überprüft. Der dritte Prosatext "Langsame Heimkehr"(1979-81) zeigt die poetischen Verfahren wie über die Strukturprinzipien Suche des Erzählers nach Benennbarkeit und Erzählbarkeit. Zugleich bekennt Handke seit diesem Buch seine optimistische Weltsicht und seine Bejahung des Schönen, was Literaturwissenschaftler bis heute heftig kritisieren. Handke nimmt mit seiner Haltung eine Sonderstellung in der Gegenwartsliteratur ein. "Die Wiederholung"(1986) hebt "das Erzählen" in den Bereich des Mythos von Frieden, Einheit und Dauer. Peter Handkes Prosawerk ist die eindrucksvolle Geschichte eines literarischen Prozesses von äußerster Erzählsklepsis zum höchsten Vertrauen eines Schriftstellers in "Schrift und Erzählung".

Contexte

news icon Thème du colloque :
Études germaniques
host icon Hôte : Université Laval

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Titre du colloque :

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