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Die Güte des 'guten Gerhard'

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Hans-Herbert S. Räkel

Résumé du colloque

Der Held des um 1220 verfaßten Versromans 'Der gute Gerhard' von Rudolf von Ems ist ein Fernhandelskaufmann. Diese Tatsache hat seit jeher eine soziologische Interpretation des Werkes nahegelegt. In einer Monographie hat Wolfgang Walliczek 1973 dargelegt, der 'gute Gerhard' sei eine "exemplarhafte Figur", dieser sei mitnichten übertrieben, denn dies entspricht gewiß der Intention des Autors, wobei aber die literarische und gesellschaftliche Verflechtung der Figur auf die Handlung und die Darstellungsmittel einen tiefgehenden Einfluß ausübt, sodaß der Roman eine soziologische Problematik gegen die Absicht des Autors entfaltet. Die literarische Struktur und die soziologische Perspektive sind nicht trennbar, sie lassen sich vielmehr als zwei Seiten derselben Sache erweisen. Damit gewinnt die Reflexion über den 'guten Gerhard' auch methodologische Relevanz.

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Section :
Germanistique
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Germanistique
host icon Hôte : Université de Sherbrooke

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