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Essayistische Ästhetik in der deutschsprachigen Prosa der Gegenwart

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André Desilets

Résumé du colloque

Ein wichtiger Anteil der deutschsprachigen Prosa zeigt in ihrer heutigen Form den Vorrang des Reflexiven und Kommunikativen über das emotionalisierte Erzählen mit handlungsfestem Umrissen, und schließt in den Fall von Formen dem dokumentarischen und biographischen Zug der vor und 10er Jahre zu reüssieren. Anekdote, Erinnerungen, Überlegungen und autobiographische Bruchstücke sind Komponenten einer Prosagestalt, wo die Reflektivität über die Schreibtätigkeit und das Medium Sprache mit einbezogen ist. Diese mosaikartige Komposition verzichtet teilweise auf die fiktive Handlung, um mittels aktueller Informationen und Themen reflexiv Impulse von einem erzählenden Ich zu geben und, zu einem Handeln, bzw. zu einer Vorwegnahme gesellschaftlicher Erfahrungen zu führen. Der Legitimationsanspruch der parallel synthetischen und analytischen Wirklichkeitsforschung im Zusammenhang mit der immerwährenden Identitätssuche verleiht dieser "Dokumentarliteratur" einen deutlichen essayistischen Charakter. Am Beispiel Peter Schneiders Der Mauerspringer und Hermann Peter Piwitts Deutschland. Versuch einer Heimkehr soll versucht werden, Dynamik und Hermetik literarischen Praxis zu erläutern.

Contexte

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Études germaniques
host icon Hôte : Université Laval

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Titre du colloque :

Études germaniques

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