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Gewalt gegen Frauen in Parzival

SR

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Sike R. Falkner

Résumé du colloque

Bei neueren mittelalterlichen Texte zeigt sich, dass in der Tradition der Artusliteratur das Motiv der gegen Frauen gerichteten Gewalt eine zentrale Stellung einnimmt. In meiner Interpretation von Wolframs von Eschenbachs Parzival beginne ich auch mit Kathryn Gravdal, die das Thema Vergewaltigung unter anderem in Chretien de Troyes Perceval le Conte du Graal untersucht hat. Orientiert ist die höfische Gestaltung des Parzivalromans zu verdanken. Auch in der literarischen Behandlung des Vergewaltigungsmotivs ergeben sich Parallelen. Gravdal führt aus, dass das Thema der sexuellen Gewalt gegen Frauen ein notwendiger Bestandteil des höfischen Epos ist. Vergewaltigung wird angedroht und verübt. Vergewaltigung wird aber stets in wesentlicher in die Prämisse der Alltagsage eingebettet - Motiv he. In Wolframs Parzival spielt sexuelle Gewaltausübung gegen Frauen als Form der Kontrolle und Beherrschung eine wichtige Rolle. Dabei gerührt Frauen in ihren Burgen von feindlichen oder Mannen geführte Armeen belagert werden, besteht diese Gefahr. Das beginnt schon im Ersten Buch mit der martialischen Geburt des Helden, der die Gewalt gegen die Mutter, die sterbend im Kindbett stirbt. Parzival als Mutter, so wie die Belagerung Condwiramurs durch Gawan als dessen Werbung sie abgelehnt hatte und sie nur um Schutz gebeten hatte. Auch beim Artus Hof wird die Frau nicht als Symbolische Macht behandelt, sondern als Objekt der Begierde des Helden eines Mannes ähnlich, sich selbst (ihren König und ihr Land zu retten). Bei diesem Referat wird die enge Verbindung zwischen der Darstellung von Gewalt und der literarischen Darstellung der Zusammenhänge von Gewalt und der literarischen Darstellung der Medien wie beispielsweise dem Epos untersucht. Das Motiv der gegen Frauen gerichteten Gewalt ist ein notwendiger Bestandteil des höfischen Epos. Vergewaltigung wird angedroht und verübt. Frauen als Objekt der Begierde und der männlichen Kontrolle und Beherrschung.

Contexte

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Études germaniques
host icon Hôte : Université du Québec à Montréal

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