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Herders Sprachursprung im Text

WM

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W. Moser

Résumé du colloque

Herders Entscheidung, als Antwort auf die 1770 von der Berliner Akademie der Wissenschaften gestellte Preisfrage eine Abhandlung über den Ursprung der Sprache zu schreiben, kann kaum als originell gewertet werden. Die Frage war aktuell und bereits unzählige Male, auch von bedeutenden Leuten (Süßmilch, Condillac, Rousseau, um nur diejenigen zu nennen), auf die sich Herder am häufigsten bezieht, behandelt worden. Diese letzte geht von der (gegen Irschmer, Heintel) etwas provokativen Hypothese aus, dass Herders Schrift auch inhaltlich keine besondere Originalität beanspruchen kann, und möchte analytisch darlegen, wie gerade die Wiederholung von Argumenten (auch in der negativen Form der Widerlegung), die Wiederaufnahme und Abwandlung von bereits Gesagtem diesen Text in seiner Eigenart konstituieren ist, die Aporie der Ursprungsfrage in einen Textablauf umzusetzen und das konzeptuell Aporetische somit aufzuheben. Von dieser Problematik erhält Herders Abhandlung eine bemerkenswerte Eigenständigkeit, umso mehr als er es von Anfang an ablehnt hat, eine "philosophischen Roman" zu schreiben, d.h. eine einfache Lösung zu wählen.

Contexte

Section :
Germanistique
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Germanistique
host icon Hôte : Université du Québec à Trois-Rivières

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Titre du colloque :

Germanistique

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