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Leben in der Glasmenagerie: Margrit Schriberns Roman AugenWeiden als Sinnbild schwierigerer Existenz?

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Katharina Aulls

Résumé du colloque

Dieser 1990 veröffentlichte Roman der mehrmals preisgekrönten Schweizer Autorin beschreibt die Schicksensitze ihrer Figuren, der pensionierten Ehepaare, die ihre Nachmittage zusammen im exotischen Garten des Nachbarn verbringen und dem Leben zuschauen. Die unpersönlichen, zum Teil namenlosen Figuren verkörpern Schweizertum und Schweizervorurteile. Die verschobene Ich-Perspektive bewirkt ein Ineinanderfließen der Figuren und bringt Bewegung in die Handlung, deutet aber auch auf die Abwesenheit von Individualität. Es spielt mit Möglichkeiten, mit Wirklichkeit und Unwirklichkeit im Spiel mit Schein und Täuschung zu erwarten. Die Unwirklichkeit zeigt sich auch in den Bildern der Schweiz, die Bilder der zwei Gesichter: Das eine, ein Bild von Schokolade, heiter bis abscheulich; und das andere, von sich das Leben hinter Glas, wo Welt des Scheins, subjektive Illusionslosigkeit der Dinge, die Welt des Anscheins, das Leben, wo es sich der Lüge ergibt, die Welt des Scheins, die Welt der Verführung der Männer, die Verführung des Objekts der Eifersucht der älteren Frauen. Leben heißt die Augen weiden, dem Leben zuschauen. Gehen gibt es nicht. Auch die Wirklichkeit hält keine Distanz von ihren Figuren. Sie zeigt keine Solidarität mit Frauen. Frauen wie Männer, die als Opfer der unbeschriebenen Schweizerexistenz dargestellt, jedoch schweizerisch-ironisch beschrieben sind und unsympathisch gezeichnete Eva-Figur zeigt eine fast anti-feministische Haltung der Autorin. Das Unwirkliche des Lebens und der schweizerischen Mentalität spielt bei Sinn und Schein eine Rolle und eine kritische Einstellung der Autorin zur Sterilität des Lebens hinter Glas. Margrit Schriber macht sich in ihrem Werk Gedanken über die schweizerische Mentalität und ihre eigene Stellung als Schriftstellerin. Ihre Figuren hinter Glas sind für Lebenskünste, das führen jedoch ein künstliches Leben. Der maßgebende Faktor ist aber das Spiel in der Behandlung der Themen: Leben als ein Blick ins Kaleidoskop, oder Warten auf Godot.

Contexte

news icon Thème du colloque :
Études germaniques
host icon Hôte : Université du Québec à Rimouski

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Titre du colloque :

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