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Résumé du colloque
Inspiriert von den letzten diskursanalytischen Studien, so wie sie von Brown, G. und Yule, G. in ihrer Schrift "Discours analysis", Cambridge University Press, 1993 vorgestellt, habe ich mir vorgenommen, zu beweisen, warum Peter Bichsels Kurzprosastück "San Salvador" ein Prachtstück im DaF-Unterricht in Nordamerika sein kann. Das, was Diskursanalyse genannt wird, befindet sich in einer relativ frühen Etappe ihrer Evolution. Dieser Begriff wird in seiner breiten Bedeutung in verschiedenen Disziplinen benutzt. Wir interessieren uns aber für die linguistische Annäherung zur Analyse von Diskurs (Brown and Yule). D.h. für uns ist von außerordentlicher Bedeutung, wie die Menschen die Sprache zur Kommunikation benutzen. Die Diskursanalyse, so B. and Y., beschäftigt sich einerseits mit dem Studium von linguistischen Formen und Regularitäten ihrer Distribution, andererseits mit den Grundprinzipien der Interpretation, bei der die Menschen den Sinn des Gehörten (Gelesenen) erschließen. Die Diskursanalytiker konzentrieren sich darauf "what the language is used for", denn "language is both: predictible usage + variable use" (B.+Y). "Because change comes not from me, but from I and You in impact to knowledge", so C. Kramsch. Objekt meiner Analyse ist das Prosastück vom schweizerischen Autor Peter Bichsel "San Salvador" in der Sammlung "Eigentlich möchte Frau Blumm den Milchmann kennenlernen..", im Jahre 1964 zum ersten Mal erschienen und später mehrmals neuausgegeben. Im ersten Teil meiner Studie konzentriere ich mich auf den Text als "printed record" (B.+Y), was meinen Ausgangspunkt bestimmt- Organisation, "staging", layout. Ich folge dem Schema: 1. Infostructure-macrolevel (Titel-thematic structure- staging). 2. Infostructure- sentence level (top down, bottom up). 3. Lexical cohesion (substitution, repetitions, parallelisme). 4. Default assumptions, presuppositions. Der Text als geformter Kontext könnten wir mit einem zaunlosen Garten vergleichen, wo jeder pflücken und pflanzen kann, je nach Interesse, Vorkenntnissen, Belieben. Durch "default elements", "rhethorical und informational gaps", was Freiraum für die Leserphantasie schafft, gibt der Text keine Antworten, er generiert Fragen, provoziert aktives Denken. Wenn wir der Hallidays Definition von Kontext "as the total environment in which a text unfolds" hundertprozentig zustimmen, dann sind wir auch im klaren, dass "contexts are not stable", so Kramsch C., S. 67 in Context and Culture in Language Teaching. Das Auferstehen eines Textes ist bei jedem Leseprozeß gesichert, denn das geschieht immer in einem neuen Kontext, der das Verständnis unterstützt. Diese Behauptung liegt dem 2. Teil meiner Studie zugrunde.
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