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Résumé du colloque
Die Sentenz ist eine scheinbar unproblematische Form. Ihre Definition aus dem System der antiken Rhetorik wird von den Handbüchern übernommen. Bei einer historischen Betrachtung fällt auf, dass die S. im deutschen Drama des 17.-19. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle spielte, bei Kleist erstmals 'Problemlastig' zu werden scheint und allmählich verschwindet. Sie wird -als Ausdrucksform eines klassisch-idealistischen Denkens- beim Übergang zu einem neuen Weltbild aufgegeben bzw. umfunktioniert. Diese beiden Möglichkeiten lassen sich an Kleist und Büchner exemplarizieren. Bei K. entstehen eigentümliche Randformen des Sententiösen: Frage-Sentenz, Ich-Sentenz, längere sent. Reflexion; bei B. (ähnlich später bei Brecht) erhält die S. häufig parodistische oder charakterisierende Funktion. Die systematisch-normative Bestimmung der S. müsste um die historische Dimension erweitert werden. Der Gemainkrit ist die Eigensetzlichkeit dieser Form bisher weitgehend entgangen; die einzige germ. Monographie: P. Niemeyer, Die Sentenz [...] in Schillers Drama, Berlin 1934. Über S. in anderen Gattungen (Lyrik: Gedankenlyrik, volkstümliche Lyrik; Prosa: später Fontane, Jean Paul; Komödie: Kleist, Büchner, Nestroy) oder über die Abgrenzung zu verwandten Formen (Sprichwort, Aphorismus, Maxime) liegen keine Arbeiten vor.
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