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Schwer sei er zu übersetzen, hat Arno Schmidt, hier zweifach kompetent, von sich gesagt. Eine Übersetzung des eher anglophilen Schmidt ins Französische weckt also die Neugier. "Scenes de la vie d'un faune" erschien in Frankreich zuerst 1962 in der von Maurice Nadeau edierten Reihe "Les lettres nouvelles" und wurde 1991 von Christian Bourgois neu aufgelegt. Die hochgelobte Übersetzung von Jean-Claude Hemery und Martin Vallette wurde dabei fast unverändert übernommen, nur die berühmt-berüchtigte Interpunktion Schmidts hat man nun auch in der Zielsprache gedankenstrich- und kommagenau wiederzugeben versucht. Ich möchte untersuchen, welche Strategien Hemery und Vallette entwickeln, um Schmidts kompakte Satzkonzentrate, seine …
Hans Magnus Enzensberger sieht Vergil, zusammen mit Horaz, als ersten Dichter, dem Poesie als Mittel zu politischer Affirmation diene. Tatsächlich beginnt mit Vergil die Verbindung von Bukolik und Panegyrik. Der utopische Entwurf eines Goldenen Zeitalters wird fortan zu einer Parole, die der Legitimation von Herrschaft dient. Dieser Vortrag beleuchtet die politischen Implikationen der Dichtungen Vergils, und wie diese in Brochs monumentalem Roman reflektiert werden. Dabei geht es im Tod des Vergil zum einen um die politische Funktionalisierung von Mythen, denn der Herrscher Augustus will Vergils Dichtung zur mythischen Beglaubigung seines Staats benutzen. Zum anderen geht es um Wirklichkeitsnähe und Wirklichkeitsferne …