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Leben in der Glasmenagerie: Margrit Schriberns Roman AugenWeiden als Sinnbild schwierigerer Existenz?
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Dieser 1990 veröffentlichte Roman der mehrmals preisgekrönten Schweizer Autorin beschreibt die Schicksensitze ihrer Figuren, der pensionierten Ehepaare, die ihre Nachmittage zusammen im exotischen Garten des Nachbarn verbringen und dem Leben zuschauen. Die unpersönlichen, zum Teil namenlosen Figuren verkörpern Schweizertum und Schweizervorurteile. Die verschobene Ich-Perspektive bewirkt ein Ineinanderfließen der Figuren und bringt Bewegung in die Handlung, deutet aber auch auf die Abwesenheit von Individualität. Es spielt mit Möglichkeiten, mit Wirklichkeit und Unwirklichkeit im Spiel mit Schein und Täuschung zu erwarten. Die Unwirklichkeit zeigt sich auch in den Bildern der Schweiz, die Bilder der zwei Gesichter: Das eine, ein Bild von Schokolade, …

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Die Mutter auf der Anklagebank - das Patriarchat unter Feuer
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Drei Romane des letzten Jahrzehnts (Die Eisheiligen von H. Novak, Die Züchtigung von W. A. Mitgutsch und Die Klavierspielerin von E. Jelinek) beschreiben den Vernichtungskrieg der Mutter gegen die Tochter. Nach feministischen Theorien wird weibliche Identität als Ich-in-Beziehungen verstanden, dessen Prägung und Unterentwicklung von der Mutter maßgebend sind. Negative Mutter-Tochter-Bilder führen zu einer beschädigten Identität der Tochter. Über die Mutter zu schreiben ist für die Tochter der Versuch der erlittenen Zonen eine Reifungstakt und ein Weg zu sich selbst. In dreien Roman erzählt ein Außenseiter den beschriebenen Versuch der Selbstbefreiung der Tochter. Die negative Mutterbilder werden unstrukturiert und miteinander verglichen. …

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